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Kinderklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Joachim Wölfle
Uni-Klinikum, Kinderklinik, Forschungsstiftung Medizin

Zu groß, zu klein – wann sollte ich mein Kind beim Kinderarzt vorstellen?

Bürgervortrag über Wachstumsstörungen im Kindesalter ab Montag, 3. Mai 2021, online abrufbar

Etwa drei Prozent aller Kinder in Deutschland sind klein- oder hochwüchsig. Doch wie erkennen Eltern, ob die Größe ihres Kindes nur von der Norm abweicht oder es an einer Wachstumsstörung leidet und eine ärztliche Behandlung notwendig ist? Welche Ursachen haben Wachstumsstörungen und wie kann die Medizin hier gegensteuern? Auf diese und ähnliche Fragen geht Prof. Dr. Joachim Wölfle, Direktor der Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Erlangen, im Rahmen seiner Bürgervorlesung ein.

Der Vortrag wird aufgezeichnet und steht für alle Interessierten ab Montag, 3. Mai 2021, unter www.uker.de/bvl kostenfrei zum Abruf sowie zum Download bereit.

Wie groß oder klein ein Mensch wird, hängt maßgeblich von seinen Genen, seiner Lebensweise und von seinem Hormonhaushalt ab. Am schnellsten nimmt die Größe eines Kindes im Bauch seiner Mutter zu. „Nie wieder wächst ein Mensch so rasch wie in dieser Zeit“, sagt Prof. Wölfle. Während des ersten Lebensjahres wachsen Mädchen im Durchschnitt 24,5 cm und Jungen 25,5 cm, danach verlangsamt sich das Wachstum allmählich. Aufgrund der hohen Konzentration der Sexualhormone während der Pubertät kommt es in der Regel dann zu einem erneuten Wachstumsschub. Insgesamt ist es wichtig, die individuelle Wachstumskurve eines Kindes zu beobachten. Ist diese auffällig, könnte eine abklärungswürdige Störung vorliegen. Die Ursachen für Wachstumsstörungen im Kindesalter sind vielfältig und können Anzeichen für eine ernste Erkrankung sein. „Deshalb sollten Abweichungen vom normalen Kindeswachstum unbedingt mit einem Kinder- und Jugendarzt abgeklärt werden“, rät Joachim Wölfle. Denn: Eine Mangel- oder Fehlernährung, aber auch zehrende Erkrankungen wie schweres Asthma, Mukoviszidose oder Herzerkrankungen können zu Kleinwuchs führen und sollten in jedem Fall medizinisch behandelt werden. Ein unausgeglichener Hormonhaushalt, etwa aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion, zählt ebenfalls zu möglichen Ursachen für ein gestörtes Wachstum.

Bürgervortrag online abrufen

Wann ein Kind wirklich an einer Wachstumsstörung leidet und wann seine Größe nur von der allgemeinen Norm abweicht, darüber spricht Prof. Wölfle in seinem Bürgervortrag „Zu groß, zu klein – wann sollte ich mein Kind beim Kinderarzt vorstellen?“. Der Kinder- und Jugendarzt geht außerdem darauf ein, auf welche Erkrankungen sich ein zu geringes oder zu großes Wachstum zurückführen lassen und welche medizinischen Maßnahmen ergriffen werden können. Der Vortrag wird aufgezeichnet und steht ab Montag, 3. Mai 2021, unter www.uker.de/bvl zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Joachim Wölfle
Telefon: 09131 85-33112
E-Mail: ki-direktionatuk-erlangen.de

 

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