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Kinderklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Joachim Wölfle
Uni-Klinikum, Kinderklinik, Perinatalzentrum

Forschung für Frühgeborene

Klaus-Kruse-Stipendium unterstützt wissenschaftliche Arbeit von PD Fahlbusch

Mehr Freiraum für die Forschung: PD Dr. Fabian B. Fahlbusch, Oberarzt der Kinder- und Jugendklinik (Direktor: Prof. Dr. Joachim Wölfle) des Universitätsklinikums Erlangen, ist der diesjährige Preisträger des Klaus-Kruse-Stipendiums der Deutschen Gesellschaft für Kinderendokrinologie und -diabetologie e. V. (DGKED). Seit 2009 vergibt die DGKED das Forschungsstipendium jährlich an einen jungen Arzt oder Naturwissenschaftler, der sich wissenschaftlich mit Fragestellungen der pädiatrischen Endokrinologie und Diabetologie beschäftigt. Damit unterstützt die Fachgesellschaft ein konkretes Forschungsprojekt und ermöglicht dem Preisträger einen Forschungsaufenthalt im In- oder Ausland. Die Dotierung in Höhe von 20.000 Euro wird von der Novo Nordisk Pharma GmbH zur Verfügung gestellt.
Von links nach rechts: Dr. Dirk Schnabel (Schatzmeister der DGKED), PD Dr. Fabian B. Fahlbusch (Preisträger, Oberarzt der Kinderklinik des Uni-Klinikums Erlangen) und Dr. Stefanie Meckes-Ferber (Novo Nordisk Pharma GmbH) bei der offiziellen Verleihung in Saarbrücken. Foto: Silke Brenner

Ein Forschungsschwerpunkt von PD Fahlbusch ist das neuro-immuno-endokrine Netzwerk bei Früh- und Reifgeborenen. Im Rahmen des Klaus-Kruse-Stipendiums möchte er insbesondere neue methodische Strategien zur Erforschung dieses Netzwerks anwenden. „Frühgeborene können durch die Unreife ihres Hormonsystems oft keine adäquate Stressreaktion zeigen. Zudem muss ihr noch schwaches Immunsystem frühzeitig die komplexe Balance zwischen Immuntoleranz und -abwehr vollziehen. Man weiß, dass das Hormonsystem mit dem Immunsystem interagiert, ohne aber die zugrunde liegenden Mechanismen zur Gänze verstanden zu haben“, so PD Fahlbusch. Genau diese Interaktion beider Systeme möchte der Neonatologe daher mithilfe seines Stipendiums im Universitäts-Perinatalzentrum Franken näher beleuchten, um die Prognose der kleinsten Patientinnen und Patienten zu verbessern.

Klaus-Kruse-Stipendium

Namensgeber des Stipendiums ist Prof. Dr. Klaus Kruse, 2001 verstorbener Endokrinologe und Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft „Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie“ der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie e. V. Seit 1989 leitete er als Direktor die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und hatte den Lehrstuhl für Kinder- und Jugendmedizin an der Universität zu Lübeck inne. Prof. Kruse war ein engagierter Hochschullehrer, der sich neben der Ausbildung der Studierenden insbesondere auch für die Weiterbildung im Fach der Kinder- und Jugendmedizin einsetzte. Außerdem war er ein international anerkannter Spezialist auf dem Gebiet der Hormonstörungen, insbesondere der Knochenstoffwechselstörungen im Kindes- und Erwachsenenalter. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten widmete er sich vor allem dem Krankheitsbild der Albright’schen hereditären Osteodystrophie und der X-chromosomal gebundenen hypophosphatämischen Rachitis. Prof. Kruse bemühte sich stets darum, klinische Zusammenhänge durch ausgefeilte biochemische Untersuchungen zu erklären. Dabei dachte er fachübergreifend und forcierte immer wieder die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Disziplinen. Die DGKED möchte mit seinem Namen ihr Engagement für die wissenschaftliche Ausbildung in der pädiatrischen Endokrinologie verbinden.

Weitere Informationen:

PD Dr. Fabian B. Fahlbusch
Telefon: 09131 85-33118
E-Mail: fabian.fahlbuschatuk-erlangen.de

 

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