Dysregulation von Tumorsuppressorgenen in der Plazenta bei intrauteriner Wachtumsrestriktion

Kinderklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Joachim Wölfle

Dysregulation von Tumorsuppressorgenen in der Plazenta bei intrauteriner Wachtumsrestriktion

Intrauterine Wachstumsrestriktion entsteht meist durch plazentare Mangelversorgung, ist durch ein verringertes Geburtsgewicht und reduzierte Körperlänge bei Geburt charakterisiert, und führt bei den Betroffenen im späteren Leben zu einem erhöhten Risiko einer metabolischen Erkrankung einschließlich Diabetes mellitus Typ 2, Hypertonie und Adipositas. Tumorsuppressor-Gene üben neben ihrer Rolle in der Tumorgenese wichtige physiologische und gewebs-homeostatische Funktionen der Zelldifferenzierung und des Zellwachstums aus. In der Plazenta sind sie beteiligt an der Plazentareifung und eine Dysregulation kann zu einer Plazentainsuffizienz beitragen. Wir konnten in einem Genarray eine Reihe Tumorsuppressor-Gene identifizieren, die bei normal entwickelten und insuffizienten Plazenten differentiell exprimiert sind. In Zusammenarbeit mit der Frauenklinik untersuchen wir daher die Expression und Lokalisation dieser Tumorsuppressor-Gene in normaler Plazenta und bei Plazentainsuffizienz, sowie deren Funktion in kultivierten plazentaren Zellen.

 
Ansprechpartner
PD Dr. med. Fabian B. Fahlbusch
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