Mechanismen der peripheren zellulären Immunregulation bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn gehören zu den Erkrankungen, für die beim jetzigen Stand der Forschung eine multifaktorielle Ätiologie angenommen werden muss. Neben bakteriellen Erregern sowie Umwelteinflüssen wird unter anderem die Rolle von Immundefekten als maßgeblicher Auslöser des Krankheitsgeschehens diskutiert. Hierbei steht die Störung der Homöostase von pro-inflammatorischen und suppressiven, regulativen  Zellen des Immunsystems im Vordergrund.

Auf dieser Basis beschäftigt sich die AG Hörning mit immunologischen Fragestellungen, um zu klären, inwieweit regulative B- und T-Lymphozyten im Vergleich zu den jeweiligen Effektorzellen unter einer immunmodulatorischen Therapie einer phänotypischen und funktionellen Veränderung hinsichtlich ihres Chemokinrezeptor- und Zytokinprofils unterliegen. Hierfür wird neben der durchflusszytometrischen Charakterisierung regulativer B- und T-Zellen die Aktivität immunregulatorischer intrazellulärer Signalkaskaden  bestimmt.

Diese Untersuchungen erfolgen bei Kindern mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa) im Rahmen der Immuno-CED Studie um den mangelnden Einfluss regulatorischer Immunzellen in diesem Krankheitskollektiv näher zu beleuchten. Im Bereich der Transplantationsimmunologie ist zur näheren Untersuchung ein murines heterotopes Herztransplantationsmodell etabliert. Hier werden insbesondere Mechanismen zur Toleranzinduktion untersucht. Die hier gewonnen Erkenntnisse und deren klinischer Stellenwert werden bei erwachsenen nierentransplantierten Patienten in Kooperation mit der Medizinischen Klinik IV (Prof. Dr. med. M. Schiffer) geprüft.