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 Archiv 2012  

„Tigerauge“ e. V. spendete 20.000 Euro für Palliativmedizin

12.01.2012
Kinder- und Jugendklinik

20.000 Euro für die Einrichtung von zwei Palliativbetten hat die Vorsitzende des Fördervereins „Tigerauge“ Initiative Kinderhospiz Nordbayern e. V. Dr. Dorothea Hobeck heute (12.01.12) an Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Rascher übergeben. Damit kann die Klinik nun neben dem ambulanten auch ein spezielles stationäres Versorgungsangebot für schwer kranke sowie sterbende Kinder- und Jugendliche anbieten. Tigerauge e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, mit Spendengeldern die hospizliche und palliative Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Nordbayern zu verbessern.

„Tigerauge“ e. V. spendete 20.000 Euro für PalliativmedizinZoom (300KB)

Von links: Helga Bieberstein (Pflegedienstleitung der Kinderklinik), Katja Schatz und Dr. Dorothea Hobeck (beide Tigerauge e. V.) sowie Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Rascher (Direktor der Kinderklinik)

Foto: Uni-Klinikum Erlangen

„Allein im Umkreis von 50 km rund um Erlangen erhalten jährlich mehr als 100 Familien die Diagnose, dass ein Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener unheilbar erkrankt ist“, berichtete Dr. Hobeck bei der Spendenübergabe. „Das bedeutet für die Betroffenen, dass nichts mehr so ist wie vorher.“ Der gesamte Tagesablauf richte sich nach den Bedürfnissen des Kranken. Die ganze Familie erlebe Phasen der Angst sowie der extremen physischen und psychischen Überbelastung. Außerdem bedürfe es großer Anstrengungen, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in dieser schwierigen Lebensphase und im Sterben angemessen zu begleiten und medizinisch zu behandeln.

„Wir möchten erreichen, dass Eltern und Angehörige so viel Zeit wie möglich für ihre kranken Kinder und Jugendlichen haben. Dazu ist es wichtig, dass neben der bereits gut etablierten ambulanten palliativen Versorgung auch die stationäre Unterstützung ausgebaut wird“, betonte Dr. Hobeck. Betroffene Familien würden eine umfassende Unterstützung benötigen, die über die Leistungen unseres Gesundheitssystems hinausgeht. „Auch wenn die Kostenträger jetzt die Palliativmedizin und Palliativpflege als Kassenleistung anerkennen, ist nur ein Teilerfolg errungen“, so Dr. Hobeck. Tigerauge e. V. sammelt deshalb weiter Spenden von Privatpersonen und Firmen, um das Versorgungsangebot zu verbessern.

Der Direktor der Kinder- und Jugendklinik dankte dem Förderverein für die großzügige Spende. Sie ermögliche der Klinik nun ein umfassendes ambulantes und stationäres Versorgungsangebot für schwer kranke und sterbende Kinder anzubieten. „Die pädiatrische Palliativversorgung ist eine aktive und umfassende Betreuung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien, wenn eine Krankheit das Leben begrenzt“, erläuterte Prof. Rascher. Seit einem Jahr ist die ambulante Palliativversorgung als Kassenleistung anerkannt. Dies ermöglicht diesen Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien, so wenig wie möglich in dieser schwierigen Lebensphase in der Klinik zu sein. „Aber in besonderen Fällen ist auch hier eine stationäre palliativmedizinische Behandlung notwendig, die nur ein speziell ausgebildetes Ärzte- und Pflegeteam leisten kann. Diese können wir nun durch die Spende umsetzen“, so Prof. Rascher.

Der Verein Tigerauge e. V. bittet um Spenden für seine Arbeit auf das Konto: Tigerauge e. V., Konto-Nr.: 60014995 bei der Sparkasse Erlangen (BLZ: 763 500 00).

Weitere Informationen: http://www.tigerauge.org

Weitere Informationen:
Dr. Dorothea Hobeck
Telefon: 0171 3095138
E-Mail: dr.dorothea-hobeck@t-online.de

Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Rascher
Telefon: 09131 85-33111
E-Mail: wolfgang.rascher@uk-erlangen.de