Die Mediothek wurde im Sommersemester 1999 an der Klinik für Kinder und Jugendliche eingerichtet. In einem separaten audiovisuellen Unterrichtsraum unterhalb des Hörsaals stehen den Studierenden der Medizin in 13 Lernkabinen 5 Video- und 8 Computerarbeitsplätze zur Verfügung. Sie ermöglichen die praxisnahe Medizinausbildung anhand von instruktiven Videolehrfilmen und Computer-gestützten Dialog-Lernprogrammen.
Die Computer-gestützen Dialog-Lernprogramme wurden mit Mitteln der ELAN-Förderung der Medizinischen Fakultät der FAU weiterentwickelt.
Gerade in der Kinderheilkunde haben audiovisuelle Medien zahlreiche Vorteile. In Videos sind Demonstrationen von Krankheitsbildern ohne die Belastung von Patienten zu jeder Zeit und so oft wie nötig möglich. Auch können wesentliche Teile zeitlich auseinander liegender Krankheitsstadien komprimiert dargestellt werden. Mit Hilfe von Computer-gestützten Dialog-Lernprogrammen behandeln die Studierenden Patienten am Computer, wobei jedes Programm dem tatsächlichen Ablauf der ärztlichen Arbeit von der Erstvorstellung des Patienten über Diagnose und Therapie bis zur Verlaufskontrolle folgt. Durch den Dialog mit dem Programm erlernen die Nachwuchsärztinnen und -ärzte, warum eine Entscheidung richtig oder falsch war. Der Arbeitsabschnitt lässt sich dann beliebig oft wiederholen. Die Computerprogramme können zwar die ärztliche Arbeit realitätsnah simulieren, sie können jedoch nicht die persönliche Arbeit zwischen Studierenden und Patienten ersetzen. Deshalb handelt es sich bei der Mediothek nicht etwa um eine Alternative zur Patientenuntersuchung, sondern um ein zusätzliches, vor allem auch vorbereitendes Unterrichtsangebot für die Arbeit mit den kleinen und großen Patienten.
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