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Kinderklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Joachim Wölfle
Uni-Klinikum, Kinderklinik, Urologie

Spitzenausbildung für Kinderurologen

Erlanger Kinderurologie wurde als Europäisches Ausbildungszentrum zertifiziert

Entscheiden sich Mediziner nach ihrem Studium für eine Fachrichtung, können sie zum Beispiel zwischen der Pädiatrie und der Urologie wählen. Wenn sie nun aber beide Disziplinen spannend finden? Dann gibt es nach der erfolgreich abgelegten Facharztausbildung zum Urologen noch die Möglichkeit einer Weiterbildung zum Europäischen Facharzt für Kinderurologie. Das zweijährige Fellowship-Programm dürfen nur Ausbildungszentren anbieten, die durch die ESPU (European Society for Paediatric Urology) zertifiziert sind, da in diesen Zentren die hohen erforderlichen Qualitätsstandards und Fallzahlen gegeben sind, um die Ärzte umfassend zu schulen. Nur 29 dieser Zentren gibt es in ganz Europa, sechs davon in Deutschland – eines davon ist nun auch die Sektion Kinderurologie der Urologischen und Kinderurologischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Bernd Wullich) des Universitätsklinikums Erlangen. Im Rahmen einer Gutachterbegehung punkteten Sektionsleiterin Dr. Karin Hirsch-Koch und ihr Team vor allem mit einem sehr großen Erfahrungsschatz und einer überdurchschnittlich gut aufgestellten interdisziplinären Zusammenarbeit. Das Zertifikat wurde vor Kurzem im Rahmen des 30. ESPU-Kongresses in Lyon verliehen.
Nur dort, wo viele unterschiedliche kinderurologische Fälle behandelt werden, können Ärzte auch auf Top-Niveau lernen und Erfahrungen sammeln. Die Erlanger Kinderurologie erfüllt diese Anforderungen nun ganz offiziell. Foto: Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen

„Die gestellten Anforderungen an ein zertifiziertes Ausbildungszentrum sind hoch und wir freuen uns sehr, dass wir das geschafft haben“, sagt Dr. Hirsch-Koch stolz. Das Team der Kinderurologie des Uni-Klinikums Erlangen hat die Gutachter überzeugt und konnte alle strengen ESPU-Anforderungen erfüllen. „Beurteilt werden vor allem das operative Spektrum, das die gesamte Bandbreite der Kinderurologie abdecken muss, sowie die Fallzahlen“, erläutert Dr. Hirsch-Koch. „Ebenfalls wichtig sind die strukturelle Ausstattung der Klinik, das Nachsorgeangebot und ganz besonders die ausgezeichnete interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen der Kindernephrologie, der Kinderanästhesie, der Kinderintensivstation, der Neonatologie, der Kinderchirurgie, der Nuklearmedizin, der Kinderradiologie und nicht zu vergessen der Sonografieabteilung der Kinderklinik.“ In interdisziplinären Konferenzen werden komplexe, fachübergreifende Fälle besprochen und ein gemeinsames Behandlungskonzept festgelegt. 

In der zur Kinderurologie gehörigen Blasenschule werden Kinder mit Blasenentleerungsstörungen und Einnässproblematiken betreut. Dies erfolgt unter Aufsicht der Kinderurologen und der beiden eigens hierfür ausgebildeten Urotherapeutinnen.

Austauschprogramm für Ärzte

Das zweijährige Fellowship, das zum Erwerb des Europäischen Facharztes für Kinderurologie erforderlich ist, wird durch einen Ausbildungsplan genau organisiert. In einem Logbuch halten die Ärzte sowohl ihre Behandlungen und operativen Eingriffe, klinische Aus- und Weiterbildungen als auch ihre Teilnahme an interdisziplinären Konferenzen und Kongressen fest. Durch den Anschluss an die ESPU haben die Fellows außerdem die Möglichkeit, an europäischen Austauschprogrammen teilzunehmen und Partnerkliniken zu besuchen. Sind alle Anforderungen erfüllt, darf die Prüfung abgelegt werden. „Mit der Zertifizierung können wir zeigen, dass unsere Einrichtung hohe Qualitätsstandards auf europäischem Niveau erfüllt“, freut sich Dr. Hirsch-Koch.

Weitere Informationen:

Dr. Karin Hirsch
Telefon: 09131 85-33683
E-Mail: karin.hirschatuk-erlangen.de

 

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